Pessach - Auszug aus Ägypten

 

Viele Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte lebten Juden in Ägypten. Irgendwann waren sie aus Israel gekommen und seitdem hatten sie den Ägyptern in so mancher Not geholfen. Sie waren sehr beliebt. Aber das änderte sich. Ein neuer Pharao kam an die Macht und der fürchtete sich. Zu dieser Zeit gab es schon sehr viele Juden in dem Land. Was, wenn die ihn nicht als Herrscher anerkannten, wenn sie einen anderen Herrscher forderten? Weil der Pharao nicht nur ein sehr ängstlicher und ein sehr machthungriger, sondern auch ein sehr grausamer Mensch war, machte er alle Juden zu Sklaven. Als der Pharao starb, wurde es nicht besser. Es wurde sogar schlimmer. Ein Pharao war grausamer als der andere. Und dann kam der grausamste an die Macht. Er befahl den jüdischen Menschen ihre Neugeborenen zu töten. Zu dieser Zeit wurde Mose geboren.

 

Was glaubt ihr nun, haben die jüdischen Mütter und Väter ihre Kinder getötet, weil der Pharao es ihnen befahl? Nein, das haben sie nicht. Aber sie mussten sich etwas einfallen lassen, um ihre Kinder zu beschützen. Moses Mutter baute eine Kiste für ihren Sohn, die aussah wie eine Schatzkiste und legte ihn hinein. Dann trug sie ihn zum Nil, das ist ein riesiger Fluss in Afrika. Der längste Fluss der Erde. In den Nil legte sie ihr Kind in seiner Schatztruhe und ging. Moses Schwester aber wartete am Flussufer. Da kam die Tochter des Pharaos mit ihren Dienerinnen vorbei und entdeckte die Kiste. Sie war neugierig und ließ sich die Kiste bringen. Als sie Mose darin sah, wollte sie ihn sofort als ihr eigenes Kind annehmen. Da kam Moses Schwester angerannt. „Sucht ihr eine Frau, die sich um das Kind kümmern kann?“, rief sie schon von weitem „Ich kenne eine.“ So kam Mose wieder zu seiner Mutter.

 

So begann Moses Leben. Er wuchs bei seiner Mutter auf, war aber auch häufig im Palast des Pharaos. Als Ziehsohn der Pharaostochter wurde er nicht versklavt und er hasste es zuzusehen, wie seine Schwestern und Brüder als Sklaven dienen mussten. Irgendwann dann in der Geschichte, Moses war schon ein alter Mann und lebte anderswo, kommt Gott ins Spiel. Gott wollte nicht länger zusehen, wie die Menschen, die an ihn glaubten, als Sklaven ausgebeutet wurden. Eines Tages sah Mose einen Dornbusch brennen. Lichterloh. Der Busch brannte und brannte, aber er verbrannte nicht. Mose trat näher. Da sprach Gott zu ihm.

 

Ziemlich lange redete Gott mit Mose. „Aber ich kann das nicht“, hörte man Mose mit weinerlicher Stimme antworten oder „Ich konnte noch nie gut reden.“ Aber es half alles nichts. Mose war auserwählt. Ziemlich bald ging Mose dann auch zum Pharao und sagte, was Gott ihn aufgetragen hatte zu sagen

„Pharao“, sagte Mose „Lass uns Juden zu einem Tempel gehen, um zu unserem Gott zu beten.“ Jetzt habt ihr die Pharaonen dieser Zeit schon ein bisschen kennengelernt. Was glaubt ihr? Wie hat der Pharao reagiert?

Der Pharao hat einen Befehl erlassen. Wer beten möchte, scheint zu viel Zeit zu haben, sagte er und er ließ die Juden, die ja als Sklaven dienten, von nun an noch mehr arbeiten.

Da weinten die Juden.

Und Mose musste schon wieder zu dem Pharao gehen. „Gott befiehlt dir sein Volk, die Juden, aus Ägypten ziehen zu lassen.“ Und damit der Pharao verstand, dass es Gottes Befehl war, warf Mose seinen Holzstab auf die Erde und er verwandelte sich in eine Schlange. Aber der Pharao war nicht sonderlich beeindruckt und das jüdische Volk ließ er nicht gehen. Das hätte er aber doch machen sollen. Denn jetzt zeigte Gott seine Macht und da begann eine blutige Zeit für die Ägypter. Als die Erstgeborenen der Ägypter starben und mit ihnen der Sohn des Pharaos ließ der Pharao endlich die jüdischen Menschen frei. Die Menschen zogen in die Wüste und Gott zeigte ihnen den Weg. Aber der Pharao muss seinen Verstand verloren haben. Denn kaum war das jüdische Volk gegangen, bereute er seinen Entschluss.

 

Und er zog mit 600 bewaffneten Kriegern, Pferden und Wagen hinter den Juden her. Hinter den jüdischen Menschen die immer näher kommenden Soldaten und vor ihnen das Meer und kein Weg. Aber Gott war bei ihnen und Mose erhob seinen Stock und das Meer teilte sich, so dass ein Weg entstand, den die Israeliten gehen konnten und hinter ihnen schloss sich das Meer wieder. Der Pharao ertrank in den Fluten. Aber wer legt sich auch mit Gott an?

 

Ob Chanukka oder Weihnachten. Bald wird gefeiert.

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