Der Engel erklärt Mohammed den Koran
Der Engel erklärt Mohammed den Koran

 

Ramadan, Fastentag 26

 

Heute ist ein besonders besonderer Tag. Heute Nacht ist die Nacht der göttlichen Macht, die Nacht der Bestimmung. Jedenfalls vielleicht. Heute vor vielen hunderten von Jahren saß Mohammed in der Höhle des Berges Hira. Dort hatte er sich zurückgezogen, um zu beten. Er liebte die Einsamkeit und verbrachte Tage dort oben. Heute Nacht vor 1402 Jahren geschah es dann. Der Engel Gabriel trat zu Mohammed und sprach: „Rezitiere.“ Mohammed jedoch wusste nicht, was er vortragen sollte oder wie. „Ich kann nicht.“, stieß er hervor. Aber Gabriel ist kein pausbäckiges Engelskind mit Löckchen, Rüschenkleidchen und Glockenstimmchen. Er presste Mohammed auf den Boden, bis der keine Luft mehr bekam. Da ließ Gabriel ihn los und forderte wiederum: „Rezitiere.“ Mohammed konnte es immer noch nicht, wurde wieder zu Boden geworfen und erneut aufgefordert zu tun, was er glaubte, nicht tun zu können.

 

„Lies im Namen deines Herrn, Der erschuf. Er erschuf den Menschen aus einem Blutklumpen. Lies. Denn dein Herr ist allgütig. Der mit dem Schreibrohr lehrt, lehrt den Menschen, was er nicht wusste.“

 

Und endlich sprach Mohammed Gabriel nach und er rezitierte diese Sure, als sei sie ihm ins Herz geschrieben. Denn Mohammed war ein Prophet Gottes und dies war die erste Sure des Koran, die ihm offenbart wurde.

 

Deshalb ist diese Nacht natürlich wichtig, so als Ausgangspunkt des Korans. Aber wenn viele Muslime diese Nacht alljährlich mit Gebeten in der Moschee verbringen, dann nicht nur in Erinnerung an das, was damals geschah. Sie glauben an die besondere Nähe von Engeln in dieser Nacht. Gebete finden in einer Nacht wie dieser schneller und besser zu Gott. „Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate“ heißt es im Koran selbst. Da lohnt sich das Beten. Einen Haken hat die Sache aber. Ganz sicher ist sich niemand, dass diese Nacht heute ist. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, betet deshalb in den letzten zehn des Ramadan und hofft, dass die richtige Nacht dabei ist. Wird schon passen.

 

 

Ma'amoul zum Monat Ramadan

 

Im Monat Ramadan essen viele Menschen nichts und sie trinken nichts. Von morgens bis abends. Den ganzen Tag. 30 Tage lang. Sie fasten. Das ist nicht leicht. Das kann nicht jeder. Ein Mann, der das nicht konnte, lief zu Mohammed. Das war vor 1400 Jahren und Mohammed war ein Prophet. Der Mann, der zu Mohammed lief, hätte nicht trinken sollen und hatte doch getrunken. Er weinte schrecklich deswegen. „Ich würde alles tun, um es ungeschehen zu machen.“, rief er aus und Mohammed wollte ihn trösten. Er schlug dem Mann vor, von nun an doppelt so lang zu fasten. Aber der Mann begann augenblicklich doppelt so laut zu weinen. „Alles nur das nicht!“, rief er. „Gibt es denn gar nichts sonst, was ich tun kann?“ Mohammed schlug dem Mann vor, 30 Arme zum Essen einzuladen. Aber der Fremde reagierte nicht im Mindesten erleichtert. Fast schon wütend wehrte er ab: „Nein wirklich. Das ist zu viel verlangt. Es muss doch noch etwas anderes geben.“ Mohammed war ein geduldiger Mann. Er nahm einen großen Korb Datteln. „Verteile diese Datteln unter den Armen.“ Saftig und prall lagen die Datteln in dem Korb. Dem Fremden lief das Wasser im Mund zusammen. „Ich bin der Ärmste, den ich kenne.“, behauptete er. „Das glaube ich.“, rief Mohammed und lachte laut auf. „Hier hast du die Datteln.“ Und Mohammed lachte, bis ihm die Zähne schmerzten.

Arabische Dattelkekse

 

Einen Korb Datteln gab Mohammed dem Fremden, mit Datteln beendete Mohammed selbst stets sein Fasten. Datteln sind Teil des Ramadans und Teil unseres Rezepts.

 

Teig:

500g Mehl

1TL Backpulver

2 EL Puderzucker

Eine Prise Salz

250 g Butter

2 EL Milch

 

Füllung:

500g weiche, entkernte, getrocknete Datteln

Ein halbes Glas Wasser

Zimt

 

Teigzutaten verrühren. Datteln in Wasser kochen, pürieren und mit Zimt abschmecken. 20 Teigkugeln formen und flach drücken. Je ein Teelöffel Dattelmus in die Mitte geben, den Teig hochklappen und rundherum verschließen. Mit der Verschlussstelle nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Backofen bei 160° (Ober-/Unterhitze) 25 Minuten leicht golden backen.

 

 

 

Ob Chanukka oder Weihnachten. Bald wird gefeiert.

Religion, Religionen, Christentum, Buddhismus, Hinduismus, Judentum, Islam, Feste, religiös, religiöse Feste, feiern, Kinder, Kinder, Kinder, religiöse Geschichten, Bibel, Koran, friedliches Miteinander,Thora, biblische Geschichten, muslimische Geschichten, Fastenzeit, Ramadan, für Kinder erklärt,

Buddha, Jesus, Mohammed, Abraham, hinduistische Feste, hinduistische Traditionen, buddhistische Feste, buddhistische Traditionen, christliche Feste, christliche Traditionen, jüdische Feste, jüdische Traditionen, muslimische Feste, muslimische Traditionen, interreligiöses Miteinander