Erntedank und Thanksgiving

 

Wann warst du denn das letzte mal dankbar über die neue Ernte, darüber, dass das Getreide eingefahren wurde, die Äpfel in den Kühlhallen liegen und die Pflaumen auf deinem Kuchen? Für den, der nah dran ist an der Ernte, ist es wohl am leichtesten Dankbarkeit zu spüren. Der weiß, was so eine Ernte bedeutet. Für eine gute Ernte darf es nicht zu viel geregnet haben und nicht zu wenig, es darf nicht zu heiß gewesen sein und nicht zu kalt und viele Menschen müssen viel gearbeitet haben. Da kann man dann schon froh sein, wenn die Ernte erfolgreich hinter einem liegt. Da kann man dann schon feiern.

In manchen Ländern feiern aber so gut wie alle und so richtig doll. In den USA zum Beispiel. Thanksgiving heißt das Fest da und gefeiert wird noch mehr als die diesjährige Ernte.  Das Fest erinnert an ein Erntedankfest vor fast 400 Jahren. Im Jahre 1620 bestiegen in England 102 Menschen ein Schiff, um mit ihm über den riesigen Atlantischen Ozean bis nach Nordamerika zu fahren. Vor ihnen hatten das noch nicht sehr viele gemacht. Das Schiff war ein Segelschiff, die Mayflower, mit drei Masten, lang wie drei Busse und breit wie ein Bus. Groß also für eine Schipperfahrt über die Elbe, aber für so viele Menschen und eine Ozeanüberquerung ziemlich klein. Denn zwei Monate sollten die Frauen, Männer, Kinder brauchen, bis sie Amerika erreichten. Aus Jux und Dollerei haben sie sich nicht auf den Weg gemacht. In England wurden sie wegen ihres Glaubens verfolgt. Sie hofften auf ein neues und besseres Leben auf dem fremden Kontinent. Und so fuhren sie geduldig zwei Monate über See. Zwei Menschen starben und einer wurde geboren. So ist das Leben. Das Neugeborene übrigens wurde Oceanus genannt, Ozean. Aber irgendwann erreichten sie die nordamerikanische Küste. Sie waren da, ihr neues Leben konnte beginnen. Aber wie das aussehen sollte, hatten sie nicht gut genug durchdacht.Es war Ende November, der Winter hatte begonnen. Ihre Lebensmittelvorräte waren aufgebraucht. Sie hatten keine Stadt, keine Häuser, keine Felder, nichts. Sie blieben also in ihrem Schiff und litten.

Da näherten sich Menschen, auch das noch, kamen immer dichter. Wampanoag-Indianer. Ihr Land war das immerhin. Sie lebten da tausende von Jahren. Ihr Land, ihre Bäume, Pflanzen, Flüsse. Ihr Reichtum. Und die Engländer kamen ungefragt. Zu Recht hätte man sich ärgern können über diese Eindringlinge. Aber die Wampanoags ärgerten sich nicht. Sie teilten ihr Essen. Hart wurde der Winter trotzdem. Im Frühling dann teilten die Wampanoags noch mehr, ihr Wissen nämlich. Denn, meine Güte, war hier alles den Engländern fremd. Was für Pflanzen? Es war Mais. Was für Essen? Es warenBohnen. Es gab viel zu lernen. Und wie stolz unsere Abenteurer waren, als sie ihre erste Ernte eingebracht hatten. Sie feierten ein rauschendes Fest, über das noch heute gesprochen wird. Erntedank.

Ob Chanukka oder Weihnachten. Bald wird gefeiert.

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